
MAGAZIN

Hier erfahren Sie Wissenswertes, Skurriles, Spannendes – und vielleicht auch das eine oder andere zum Schmunzeln – rund um das faszinierende Thema Auge und Sehen. Wir nehmen Sie mit hinter die Kulissen der Augenheilkunde, erklären verständlich, was in Ihrem Auge eigentlich passiert, und teilen Neuigkeiten, Kuriositäten und praktische Tipps für den Alltag.

Patienteninformation
Thema:
Veränderungen der Sehkraft
Patientenfrage:
„Ich sehe plötzlich öfter verschwommen – sollte ich mir Sorgen machen?“
Gelegentliches verschwommenes Sehen ist nicht immer ein Grund zur Sorge. Oft steckt etwas Harmloses dahinter, wie müde oder trockene Augen, zum Beispiel nach einem langen Tag am Bildschirm. Wenn das verschwommene Sehen jedoch häufiger auftritt oder sich plötzlich verstärkt, sollte die Ursache genauer untersucht werden. Es kann zum Beispiel an einer veränderten Sehstärke liegen, aber auch andere Faktoren können eine Rolle spielen.
Wichtig ist: Wenn die Beschwerden plötzlich auftreten, nur ein Auge betreffen oder zusätzlich Symptome wie Lichtblitze oder Schatten im Sichtfeld auftreten, sollte Sie uns rasch aufsuchen.
Unser Tipp: Beobachten Sie Ihre Augen aufmerksam und lassen Sie Veränderungen lieber frühzeitig abklären – so bleiben Sie auf der sicheren Seite.

Wissenswertes
Augen schließen beim Niesen
Ein natürlicher Reflex Ihres Körpers
Beim Niesen schließen sich die Augen automatisch – ein unwillkürlicher Reflex. Ausgelöst wird der Niesreiz über den Trigeminusnerv (N. trigeminus), der die sensiblen Reize aus der Nasenschleimhaut weiterleitet. Er ist jedoch nicht direkt für die Bewegung der Augenlider verantwortlich. Der Lidschluss selbst wird durch den Gesichtsnerv (N. facialis, VII) gesteuert, der die entsprechende Muskulatur aktiviert. Warum sich die Augen beim Niesen schließen, ist nicht vollständig bewiesen: Vermutlich handelt es sich um eine gekoppelte Reflexreaktion im Nervensystem. Diskutiert wird auch eine mögliche Schutzfunktion für die Augen.
Zwar wäre es theoretisch möglich, mit offenen Augen zu niesen, doch in der Praxis ist das kaum umsetzbar, da der Reflex sehr stark ist. Probieren Sie es gern aus – und denken Sie dabei daran: Hand vor den Mund halten! :)

Patienteninformation
Thema: Kind
Frage eines Elternteils:
„Wann sollte ich mein Kind zum ersten Mal zum Augenarzt bringen?“
Sie sollten Ihr Kind zum ersten Mal im Rahmen der MK-Pass-Untersuchung zwischen 10 und 14 Lebensmonaten beim Arzt vorstellen. Diese Untersuchung kann sowohl beim Kinderarzt, beim Pädiater als auch beim Augenarzt erfolgen. Eine weitere wichtige Kontrolle sollte im Alter von 22 bis 26 Lebensmonaten stattfinden. Diese Untersuchung sollte ausschließlich beim Augenarzt durchgeführt werden, um mögliche Sehprobleme frühzeitig zu erkennen.

Wissenswertes
Sehen wir wirklich über 10 Millionen Farben?
Ja – das menschliche Auge kann theoretisch bis zu 10 Millionen Farbnuancen unterscheiden. Das liegt an den sogenannten Zapfen auf unserer Netzhaut. Es gibt Zapfen für Rot, Grün und Blau, deren Signale im Gehirn kombiniert werden. Aus diesen Kombinationen entstehen Millionen feinster Farbnuancen. Deshalb können wir selbst subtile Unterschiede erkennen – zum Beispiel zwischen Türkis und Petrol.
Jeder sieht die Welt ein bisschen anders – also hat auch jeder recht, selbst wenn Ihr „Rot“ unser „Pink“ ist. :)

Augengesundheit
Augenfreundlich am Bildschirm arbeiten – 10 Tipps
Langes Arbeiten am Bildschirm kann Ihre Augen belasten. Mit diesen einfachen Tipps bleiben sie gesund:
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Schauen Sie alle 20 Minuten für 20 Sekunden in die Ferne.
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Halten Sie den Bildschirm 50–70 cm entfernt, Oberkante auf Augenhöhe.
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Passen Sie Helligkeit und Kontrast an die Umgebung an.
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Vermeiden Sie direkte Blendung durch Lichtquellen.
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Machen Sie alle 60–90 Minuten kurze Pausen und strecken Sie sich.
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Blinzeln Sie bewusst öfter.
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Nutzen Sie Blaulichtfilter oder spezielle Bildschirmbrillen.
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Achten Sie auf ausreichende Luftfeuchtigkeit.
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Halten Sie Smartphones auf Augenhöhe, Tablets abwechselnd hoch- und querformatig.
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Bei Brennen, Kopfschmerzen oder verschwommenem Sehen suchen Sie uns auf.

Patienteninformation
Thema: Grauer Star
Frage eines Patienten nach der Operation:
„Alles wirkt so weiß – fast bläulich. Ist das normal?“
Ja, das ist völlig normal. Beim altersbedingten Grauen Star färbt sich die natürliche Augenlinse mit der Zeit gelblich. Nach der Operation wird diese eingetrübte Linse durch eine klare Kunstlinse ersetzt, sodass wieder mehr natürliches, ungefiltertes Licht ins Auge gelangt – besonders im blau-weißen Bereich. Deshalb erscheint die Umgebung oft besonders hell, weiß oder leicht bläulich. Diese Wahrnehmung ist harmlos und legt sich in der Regel innerhalb weniger Tage bis Wochen, wenn sich Ihr Gehirn an die neue Sehempfindung gewöhnt hat.

Wissenswertes
Blaue Augen?
Eine Täuschung deluxe!
Blaue Augen enthalten kein blaues Pigment. Ihre Farbe entsteht durch Lichtstreuung – ähnlich wie der blaue Himmel. Das Melanin fehlt teilweise, wodurch kurzwelliges Licht gestreut wird.
Kurz gesagt: Die Natur hat einfach den Lichtfilter aktiviert!
